Schütze und Relais
Hilfsschütze

Schutzbeschaltung [t-head1]

In Kombination mit den klassischen Schaltgeräten wie z. B. Schützen, finden heute zunehmend elektronische Geräte Verwendung. Hierzu gehören u. a. speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS), Zeitrelais und Koppelbausteine. Durch Störungen im Zusammenwirken aller Bauteile können die elektronischen Geräte in ihrer Funktion beeinträchtigt werden.

Einer der Störfaktoren ist das Ausschalten induktiver Lasten, wie etwa Spulen elektromagnetischer Schaltgeräte. Beim Ausschalten dieser Geräte können hohe Ausschaltinduktionsspannungen entstehen, die unter Umständen zur Zerstörung benachbarter elektronischer Einrichtungen führen oder über kapazitive Koppelmechanismen Störspannungsimpulse erzeugen und damit Funktionsstörungen verursachen.

Da ein störfreies Abschalten ohne Zusatzeinrichtung nicht möglich ist, wird je nach Einsatz die Schützspule mit einem Entstörbaustein beschaltet. Vor- und Nachteile der einzelnen Schutzbeschaltungen sind in der nachfolgenden Tabelle gegenübergestellt.

Schaltbild
 
Verlauf von Laststrom und Lastspannung
 
Verpolungssicher bzw. auch für Wechselstrom
 
Zusätzliche Abfallverzögerung
 
Induktionsspannungsbegrenzung definiert

 
 
 
sehr groß
 
1 V

 
 
 
mittel
 
UZD

 
 
ja
 
klein
 
UVDR

 
 
ja
 
klein
 
Schaltbild
 
Dämpfung auch unterhalb UGRENZ
 
Zusätzliche Betriebs- leistung durch Beschaffung
 
Bemerkungen

 
 
 
Vorteile:
 
Dimensionierung unkritisch, geringstmögliche Induktionsspannung, sehr einfach und zuverlässig
Nachteil:
hohe Abfallverzögerung

Vorteile:
sehr geringe Abfallverzögerung, unkritische Dimensionierung, einfacher Aufbau
Nachteil:
keine Dämpfung unterhalb UZD

Vorteile:
unkritische Dimensionierung, hohe Energie-Absorption, sehr einfacher Aufbau
Nachteil:
keine Dämpfung unterhalb UVDR

ja
ja
Vorteile:
HF-Dämpfung durch Energiespeicherung, sofortige Abschaltbegrenzung, sehr gut geeignet für Wechselspannung
Nachteil:
genaue Dimensionierung erforderlich

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